Vorsteherwechsel in Bezirksgemeinde

Gleich zwei Ereignisse bestimmten den Gottesdienst des Apostels Wosnitzka. Einerseits war es der 2. Adventsonntag, zum anderen bekam die Gemeinde Gotha einen neuen Vorsteher, da der bisherige in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Gemeinsam mit ihren Gästen erlebte die Gemeinde Gotha einen Festgottesdienst mit dem für den Bereich Thüringen zuständigen Apostel Rolf Wosnitzka. Zirka 320 Gottesdienstbesucher konnten im Gemeindezentrum, welches 1999 eingeweiht wurde, eine lebendige Predigt verfolgen. Anlass zur Freude gab zusätzlich der Besuch von Bürgermeister Werner Kukulenz, der im Auftrag des Oberbürgermeisters der Einladung zum Festgottesdienst gefolgt war.

Ein Schwerpunkt war das Thema Advent. Ausgehend vom Bibelwort Psalm 57,8

„Mein Herz ist bereit, Gott, mein Herz ist bereit, dass ich singe und lobe“

wurde die Bereitschaft der Christenheit zu Frieden, Stille, Dankbarkeit, Gottvertrauen und Freude in den Mittelpunkt gestellt. Das nach dem Verlesen des Bibelwortes erklungene Chorlied „Tochter Zion, freue dich“, so der Apostel, möge Ausdruck des Herzens sein.

Ein letztes Mal wurde Hirte Leonard Steinbrenner, der bisherige Gemeindevorsteher, an den Altar gerufen. In einem kurzen Rückblick auf sein Leben brachte er anhand von Beispielen zum Ausdruck, wie er Gott in guten und in schwierigen Zeiten immer wieder erleben durfte und wie dieser ihn bis auf den heutigen Tag bewahrt hat.

Hirte Herbert Ludwig, der in diesem Gottesdienst den Vorsteherauftrag erhalten sollte und der in Gotha kein „Unbekannter“ ist, verdeutlichte im Zurückschauen seine Verbundenheit mit Gotha. Hier genoss er einen Teil seiner Schulausbildung, seine Berufsausbildung, ja sogar den ersten Kuss mit seiner Ehefrau Bärbel. Mit einem kleinen Gedicht ließ er erkennen, wie er die Vorsteheraufgabe versteht.

Ein Diener muss sein:
Ganz groß und ganz klein.
Vornehmen Sinns, weil aus Königsgeschlecht,
einfach und schlicht, wie ein Bauernknecht.
Ein Diener dem Schwachen und Bangen,
ein Herr dem eignen Verlangen.
Vor seinem Sender sich beugend,
zu den Geringsten sich neigend.
Fest stehend in sich,
nicht trauend dem Ich.

Bezirksältester Dietmar Voigt, der auch noch an den Altar gerufen wurde, schloss den Zuhörern das Wort A d v e n t aus seiner Sicht auf.

A - Ankunft: Wenn man sich auf den Weg macht, möchte man auch ankommen.

D - Durststrecke: Auch Durststrecken werden auf dem Weg nicht ausbleiben.

V - Verzaubern: Wir können immer wieder Wunder Gottes erleben.

E - Ehre: Wir wollen Gott die Ehre geben.

N – Nein: In bestimmten Situationen müssen wir auch einmal „nein“ sagen.

T – Tür: Gott zeigt uns eine Tür, durch die wir gehen können.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahles war es dann soweit. Hirte Steinbrenner wurde nach von Herzen kommenden Dankesworten des Apostels und mit besten Wünschen für den nun folgenden Zeitabschnitt in den Ruhestand versetzt. Dank und gute Wünsche galten ebenso Ehefrau Marie-Luise. Im Anschluss daran beauftragte der Apostel den Hirten Ludwig, Vorsteher der Gemeinde Ohrdruf, zusätzlich mit der Vorsteheraufgabe für die Gemeinde Gotha.

Nach dem Schlusslied der Sänger „Über die Erde wandelt…“ nutzte Bürgermeister Kukulenz die Gelegenheit, einige Worte an die Festgemeinde zu richten. Er verwendete eine Textpassage aus einem bekannten Weihnachtslied „O wohl dem Land, o wohl der Stadt…“ und meinte damit auch die neuapostolischen Christen in seiner Stadt. Danach dankte er dem Vorsteher im Ruhestand für sein Wirken in der Stadt Gotha, wünschte dem neuen Vorsteher alles Gute und sagte Unterstützung und Begleitung durch die Stadtverwaltung zu. Die Worte des Apostels aufgreifend, mit denen dieser im Gebet für die Verantwortlichen der Stadt eingetreten war, ermunterte der Bürgermeister, dies doch auch weiterhin so zu halten.

Ein besonderer Festgottesdienst ist Vergangenheit. Aber der nächste Höhepunkt steht bereits an – Adventskonzert am Samstag, 19. Dezember, 17:00 Uhr.