Letzter Sonntagsgottesdienst 2015 mit dem Apostel

Bei seinem Besuch am letzten Sonntag des Jahres versiegelt Apostel Rolf Wosnitzka drei Kinder und ordiniert einen Evangelisten für die Gemeinde.

Nach dem Verlesen des Bibelwortes Philipper 2,5-7:

„Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht: Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt“,

blickt der Apostel auf das diesjährige Weihnachtsfest zurück und hebt besonders die mit diesem Fest einhergehende Freude in der Geburt des Heilandes der Welt, Jesus Christus, hervor. Allerdings gibt es auch immer wieder Momente des Leides, des Abschiednehmens, so auch in diesem Jahr in der Gothaer Gemeinde.

Auf die Frage, wie wir nun mit solch unterschiedlichen Lebenssituationen umgehen, geht der Apostel auf eine Aussage des Chorliedes ein: „Drum ihr Großen und ihr Kleinen, gebt Jesus das Herz! Er macht selig, er macht herrlich, er führt himmelwärts.“

Mit Blick auf das Bibelwort macht Apostel Wosnitzka deutlich, dass man das Heil in Jesus Christus erkennen und annehmen muss. Im Gegensatz zu manchem Geschenk, das wir zu Weihnachten bekommen haben und nach den Feiertagen wieder umtauschen, weil es uns in irgendeiner Weise nicht passt, wollen wir das göttliche Heil immer als passendes und vor allem wertvolles, weil ewig bleibendes Geschenk annehmen. Schon die Geschichte, wie wir sie in der Bibel nachlesen können, zeigt, wie oft die Geschenke Gottes nicht als solche angenommen wurden. Beispielhaft werden Adam und Eva sowie die Menschen zur Zeit des Turmbaus zu Babel erwähnt – man nahm sich selbst zu wichtig. Erkennen wir doch das Wesentliche in der göttlichen Wahrheit, indem wir dem Heiland das Herz schenken. Als solche bringen wir das Heilsangebot Gottes auch unserem Nächsten immer wieder nahe.

Bezirksältester Dietmar Voigt beschreibt in seinem Predigtbeitrag die Wahrheit Gottes in einem Satz: Gott ist Liebe. Diese Wahrheit gilt in allen Lebenssituationen. Er beschreibt u.a., was es bedeutet, weihnachtlich zu leben. Dazu gehört Stille, aber auch die Bereitschaft für Veränderung. Hören wir gut zu und erzählen wir das Schöne im Zusammenhang mit dem Heilsangebot Gottes weiter.

In diesem Gottesdienst gibt es vor und nach der Feier des Heiligen Abendmahles Höhepunkte für die Gemeinde. Drei Kinder empfangen das Sakrament der Heiligen Versiegelung und der bis dahin als Priester wirkende Detlev Schulz empfängt das Evangelistenamt.

Mit den besten Wünschen für das Jahr 2016 verabschiedet sich der Apostel von allen Gottesdienstbesuchern.

U.W./N.S.