Unerwarteter Besuch zur Inruhesetzung

In Vertretung des Apostels Rolf Wosnitzka feiert Bischof Ralph Wittich den Gottesdienst am 12. Februar 2017 in der Gemeinde Gotha. Geladen sind zudem die Glaubensgeschwister der Gemeinden Apfelstädt und Ohrdruf.

Nach dem Verlesen des Bibelwortes aus 1. Korinther 16,9 „Denn mir ist eine Tür aufgetan zu reichem Wirken; aber auch viele Widersacher sind da.“ und dem vom Jugendchor vorgetragenen Lied “Ins Wasser fällt ein Stein“ begrüßt der Bischof alle Gottesdienstbesucher und stellt sich als „Gesandter“ vor. Tatsächlich vertritt er an diesem Sonntagmorgen den zuständigen Apostel.

Zunächst beschreibt Bischof Wittich bildhaft die Zeitverhältnisse, aus denen das Bibelwort für den Gottesdienst stammt. Ephesus  war zum damaligen Zeitpunkt mit ca. 100.000 Einwohnern eine Metropole. Umso bemerkenswerter ist es, dass Paulus gerade hier mit nur zwölf Männern eine Gemeinde gründete. „Das Evangelium muss unter die Leute“, so seine Motivation. Dies tat der Apostel beharrlich, hartnäckig, konstant, nicht nachlassend. War Paulus noch „normal“, dass er dies alles getan hatte? Der Bischof geht noch weiter und macht deutlich, dass Paulus den Erfolg des neuen Weges, der Verkündigung des Evangeliums, darin sah, dass sich viele Widersacher zeigten.

Auch heute lassen wir uns nicht beirren, das Evangelium weiterzutragen. Eines ist sicher, so der Bischof: „Solange die Erde besteht, wird es auch Christen geben. Christen sind Menschen mit Perspektive, ein munteres, fröhliches Glaubensvolk.“ Alle Christen sind dazu aufgerufen, trotz aller Widerstände und Bedrängnisse demütig zu dienen und das Evangelium zu verkündigen. Einzige Motivation ist die Liebe: Wir möchten unser Glück mit dem Nächsten teilen!

Bezirksevangelist Uwe Weyh greift den Gedanken des vom Chor gesungen Liedes auf „Gemeinsam...“. Gemeinsam stehen wir vor Gott, gemeinsam wollen wir den Willen Gottes tun, gemeinsam Evangelium verkündigen und das Gute tun, gemeinsam sind wir stark. Die Motivation dazu: Gott will allen Menschen helfen. Gemeinsam spricht die Gemeinde das „Unser Vater“, erlebt die Sündenvergebung und feiert das Sakrament des Heiligen Abendmahles. Im Anschluss daran verabschiedet Bischof Wittich den Diakon Matthias Höner nach 42-jährigem Dienen im Amtsauftrag in den Ruhestand. Ein besonderer Dank gilt seiner Frau Andrea sowie seinem Sohn Patrick.

Mit den besten Wünschen für die Zukunft und der Freude auf ein Wiedersehen verabschieden sich die Gottesdienstbesucher in den Sonntag.